Klose und Konsorten

Erstelle Mini-Apps mit learningapps.org

Ich bin von meinem neuesten Fund „learningapps.org“ total begeistert. Mit dieser Seite ist es möglich, innerhalb weniger Minuten eigene interaktive Übungen (Apps) zu erstellen. Ob Lückentext, Zuordnungsaufgaben, Videos die zwecks Fragen oder Übungen unterbrochen werden, hier ist nahezu alles möglich – und zwar kostenlos.

Wer/Was ist Learningapps.org?

Hinter Learning.apps.org steht ein Schweizer Verein, der sich über Spenden finanziert. Somit ist es endlich mal ein Angebot, das auf Deutsch verfügbar ist. Man produziert damit keine echten Apps, sondern interaktive Lerneinheiten, die sich auf der Seite aber Apps nennen.

Nach Inhalten suchen und verwenden

Die Nützlichkeit von Learning.apps.org wird dadurch erhöht, dass die Inhalte auf deutsch sind. So kann man auch für andere Fächer als Englisch Inhalte anderer Nutzer verwenden. Und offenbar gibt es schon viele User, die tolle Inhalte produziert haben. Man kann in allen Kategorien stöbern, oder gezielt nach etwas suchen. Ich finde dies nicht nur extrem nützlich, sondern auch sehr inspirierend, da man sehen kann wie andere Personen Themen angehen, die man selbst im Unterricht behandelt. So bekommt man wieder neuen Ideen.

Eigene Inhalte erstellen

Interessante „Apps“ kann man sich in seine eigenen Ordner speichern, um sie entweder sofort zu verwenden, oder um darauf aufzubauen und sie den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen.
Des Weiteren kann man sich das Passende aus der Fülle der Vorlagen raussuchen. Für diese gibt es nützliche „best practice“ Beispiele, wie diese zu verwenden sind. Wie man die Vorlagen bearbeiten soll wird innerhalb dieser schnell klar, da alles gut beschrieben wird.
Übrigens kann man auch mehrere „Apps“ miteinander verknüpfen um ganz Lerneinheiten zu kreieren.

Apps verwenden und verfügbar machen

Den Studierenden/Schülern kann man die Inhalte auf verschiedene Weisen verfügbar machen. So kann man z.B. auf der Plattform eigene Klassen einrichten und Zugänge für die Schüler erstellen. Die Klassen können sogar von mehreren Lehrkräften verwaltet werden. Ausführliche Anleitungen werden auf auf learningapps.org in der Rubrik „über uns“ bereitgestellt.

Die Inhalte können aber auch über einfache Weblinks oder QR -Codes verfügbar gemacht werden , wenn man den Studierenden/Schülern über das Handout hinaus noch Möglichkeiten zum Üben geben möchte (QR-Codes machen Handouts lebendiger).

Die Inhalte kann man aber auch in andere Anwendungen einbetten, etwa in Lern-Management-Systeme wie Moodle. Die Einbindung geht auch für ibooks, also super, wenn man mit Ipads arbeitet. Man kann die „Apps“ aber auch in eigene Webseiten einbinden.

Hier ein Beispiel einer von mir programmierten „App“ zum Thema wissenschaftlichen Arbeiten.

Kritische Betrachtung

Ein paar Wünsche bleiben dennoch offen. So können die Studierenden/Schüler nur sehen, ob ihre Antworten richtig sind oder nicht. Man kann zwar Hilfen einbauen, aber die Möglichkeit sich Lösungen anzeigen zu lassen gibt es nicht, oder vielleicht habe ich sie bloß noch nicht gefunden.
Leider lässt sich m.W. der Fortschritt auch nicht nachverfolgen, wobei ich noch nicht damit gearbeitet habe, Klassen zu erstellen. Möglicherweise gibt es hier also Dinge, die ich noch nicht ganz verstanden habe.

Wenn ihr hierzu mehr wisst, die Anwendung selbst schon probiert habt, oder nach diesem Artikel mal reingeschaut habt, teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

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