Surface Stift kalibrieren und coole Features

Wir haben an der Schule keine Smartboards, denn alle unsere Räume sind (eigentlich schon seit 10 Jahren) mit Beamern und Leinwänden ausgestattet, sodass sich Tablet-PCs mit Stift als wunderbare Alternative zu den Smartboards eignen. Leider habe ich vor kurzem aber meinen Surface Stift verbummelt, sodass ein neuer her musste (wahrscheinlich taucht der Alte dann jetzt bald wieder auf). Daher musste ich den Stift neu einrichten. Da war ich froh, dass ich noch die nachfolgende Anleitung gefunden habe, die ich vor über einem Jahr geschrieben hatte.

Kalibrieren des Surface Stifts

Privat nutze ich gerne Apple und liebe mein iPad und den Apple Pencil, der für mich immer noch am besten funktioniert.
Aber dahinter kommt definitiv direkt der Surface Stift. Ich finde er wird noch besser, wenn man die Minen austauscht und den Stift zudem ordentlich kalibriert. Ich arbeite am liebsten mit einer 2H Mine, die sich ähnlich anfühlt, wie die Mine an meinem Apple Stift (wahrscheinlich bin ich einfach ein Gewohnheitstier)

Was viele nicht wissen, ist dass sich dieser auf die eigene Handhaltung kalibrieren lässt und er dadurch, um ein Vielfaches besser funktioniert als wenn man ihn einfach so verwendet.

Zum Kalibrieren gibt man in das Suchfeld am besten Folgendes ein: Bildschirm für Stift- oder Fingereingabe kalibieren“. Dann kalibrieren wählen und schließlich Stifteingabe. Den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen und möglichst ordentlich mit dem Stift in die Fadenkreuze tippen.

SurfaceStiftKalibrieren01
Surface Stift kalibrieren 1
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Surface Stift kalibrieren 2

Stiftfunktionen per Bluetooth

Man sollte den Stift auch über Bluetooth mit dem Surface verbinden, denn dann kann man den Knöpfen des Stiftes auch verschiedene Funktionen zuweisen. Dies kann man unter Systemeinstellungen – Geräte – Stift und Windows Ink.
In diesem Menu kann man unter „Erkennung verbessern“ kann man dem Surface auch beibringen seine Handschrift (egal wie krackelig) zu erkennen und in Text umzuwandeln. Bei „normal-kritzeligen“ Schriften ist die Schrifterkennung aber auch so schon ganz gut.
In den meisten Anwendungen, in denen man zeichnen kann, funktioniert der Knopf hinten am Stift automatisch als Radierer. In den Geräteeinstellungen kann man ihm darüber hinaus bestimmte Befehle für Microsoft Ink zuweisen. Ich habe mich z.B. für folgende entschieden
einmal drücken = Microsoft Ink öffnen,
zweimal drücken = Skizzenblock,
lange gedrückt halten = Bildschirmskizze

Microsoft Stift als „Pointer“ für Powerpoint

Übrigens kann man den Surface Stift auch als Pointer/Clicker für Powerpoint benutzen. Im Präsentationsmodus drückt man einmal hinten auf den Knopf für weiter, zweimal für zurück – it’s magic!

Medientische – DIY

Vor einiger Zeit haben wir bei uns in der Schule Medientische gebaut, an denen die Studierenden in Gruppenarbeiten besser mittels der Anzeige auf einem großen Bildschirm zusammenarbeiten können.  Denn Rechercheergebnisse können ausgetauscht werden und die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Dokument, einer gemeinsamen Präsentation oder gar einer Filmdatei fällt leichter, wenn alle Gruppenmitglieder die gemeinsame Arbeit mit ansehen können. Die Tische werden von den Studierenden sehr gut angenommen.

Die Technik steht

Dabei handelt es sich um Konferenztische, an deren Ende ein großes Anzeigegerät steht. Die Studierenden können Ihre Geräte jeweils auf das Anzeigegerät spiegeln, sodass alle aktiv mitarbeiten können. Dabei ist ein flexibles Umschalten zwischen verschiedenen Geräten mittels eines Splitters möglich. Es stehen den Studieren Tablet-PCs zur Verfügung, aber „bring-your-own-device“ ist ebenso mit einem, entsprechenden HDMI Adapter möglich.

Das war der erste Prototyp als Proof of Concept.

Wir haben zunächst auf eine Kabellösung gesetzt, auch wenn eine Drahtlosübertragung per Miracast theoretisch durchaus funktioniert. Theoretisch deshalb weil unsere W-LAN Infrastruktur überholt werden muss und daher derzeit nicht stabil genug läuft. Kabel sehen zwar nicht so schick aus, aber mit der Methode funktioniert es immer.

Perspektivisch kommt noch eine weitere Funktion hinzu womit Dozenten alle Geräte gleichzeitig von ihren Geräten aus bespielen können sowie zwischen den zu bespielenden Geräten wählen können.

Um den Medienraum zu bauen haben wir die Konferenztische von Ikea gewählt, da der von uns verwendete Splitter mit ein paar Modifikationen genau in die Aussparung passt. Für die Kabel haben wir mit einem Topfbohrer drei zusätzliche Löcher in den Tisch gebohrt.

Statt eines Monitors haben wir auf die etwas kostengünstigere Lösung der Fernseher gesetzt. Wichtig bei der Auswahl waren die Miracast-Fähigkeit sowie mehrere HDMI Eingänge. Als Arbeitsgeräte haben wir uns für Tablet-PCs mit Tastatur, Stift, Front- und Rückkamera entschieden, sodass hier gestaltungstechnisch nahezu alles möglich ist.

Mit dem Stift lassen sich leicht Diagramme oder ganze Bilder selbst anfertigen, oder auch einfach nur Mitschriften. Die Frontkamera kann z.B. in PowerPoint genutzt werden, um Tutorials zu erstellen. Die Rückkamera funktioniert wie eine Foto-/Videokamera, sodass auch eigenes Foto- und Videomaterial erstellt werden kann.

So kann demnächst hoffentlich auch digital mehr kreiert als konsumiert werden.

Nebst den oben genannten Anzeigegeräten und Splittern sollte den Studierenden an den Tischen auch die Möglichkeiten gegeben werden, Ihre Geräte zu laden. Dazu fand sich ein schöner Steckwürfel. Hier noch eine Zeichnung, der Verkabelung.

Verkabelung – Medientische